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Eine Erfolgsbilanz

WeGebAU

 

Am 1. Oktober 2007 fiel der Startschuss für ein auf zwei Jahre ausge­legtes Projekt. Ziel war die Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen, abgekürzt WeGebAU. In Tauber­bischofs­heim stand zu diesem Zeitpunkt ein so genannter Weiter­bildungs­berater für die Unternehmen der Region zur Verfügung. Er sollte das Programm bei den Firmen bekannt machen, damit diese in die Lage versetzt werden, ihre Mitarbeiter weiterzubilden und zu qualifizieren. Die Agentur für Arbeit stellte den Unternehmen für die Qualifizierung Förder­mittel zur Verfügung. Die Gelder sollten ungelernten Arbeitnehmern die Möglichkeit zum Erwerb von Teilqualifikationen oder zum Nachholen eines fehlenden Berufsabschlusses bieten, ohne dass sie ihr altes Beschäfti­gungs­verhältnis kündigen müssen.

  • WeGebAU (Bild 1)
  • WeGebAU (Bild 2)

"Das Programm war ein voller Erfolg", freute sich Dr. Uwe Dörwald. Circa eine halbe Million Euro standen dem gebürtigen Mönchengladbacher für seine Aufgabe zur Verfügung. Sein Werben blieb bei den angesprochenen Firmen nicht lange ungehört. 110 Menschen kamen so in den Genuss einer Maßnahme, die beiden Seiten nützt. Geringer qualifizierte Menschen können nun eine höhere Qualifikation vorweisen und bei den Unternehmen wurde Arbeitsplatzsicherung betrieben. Und auch die Region Main-Tauber hat ihren Nutzen, so konnte der Fach­kräfte­mangel zumindest ein klein wenig gemildert werden.

Gut ausgebildete Mitarbeiter sind - und das ist eine Binsenweisheit - auch gut für den Erfolg eines Unter­nehmens. Die meisten Mitarbeiter wurden in Tauber­bischofs­heim (46) gefördert, gefolgt von Wertheim (28) und Lauda-Königshofen (10). Betrachtet man die einzelnen Branchen, wurden 15 Fördermaßnahmen bei Logistikfirmen durchgeführt, 14 bei Zeit­arbeits­firmen sowie je 10 bei Alten- und Pflegeheimen und Labor­geräte­her­stellern. Abseits der Statistik waren es die vielen kleinen Dinge, die das Programm so erfolgreich machten. Den Beschäftigten erstattet die Agentur für Arbeit beispielsweise die Lehrgangskosten. Besonders interessant ist WeGebAU für Unternehmen, bei denen personelle Umstrukturierungen gewisse Zusatzqualifikationen des Personals voraussetzen. "Das fängt schon beim Staplerführerschein an und kann bis zum Nachholen eines Berufsabschlusses gehen", so Dörwald.

  • WeGebAU (Bild 3)

Wie ist "WeGebAU" nun konkret bei den Unternehmen angekommen? "Im ersten Jahr war die Vermittlung des Nutzens des Förder­programms schwierig, weil in vielen Betrieben wegen der guten Auftragslage wenig Zeit für Weiterbildung war", resümiert Dörwald. Das Programm als solches sei jedoch im Laufe der Zeit von den Betrieben immer besser aufge­nommen worden. "Einige Unternehmer haben sich sehr darüber gefreut, dass es jemanden gab, der die Antragsformalitäten bei der Agentur für Arbeit für die Unternehmen übernahm."

Am 30. September 2009 endete der Projekt­zeitraum, in den auch die wmt involviert ist. "WeGebAU läuft sicher noch bis zum Ende des Jahres und voraussichtlich auch im Jahr 2010", äußert sich Dr. Uwe Dörwald zu den Zukunfts­aussichten. Ab Oktober wird das Förder­programm wieder über die Agentur für Arbeit abgewickelt.

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