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Neue Angebote an den Kaufmännischen Schulen

Internationale Zusatzqualifikation für
Industrie- und Großhandelskaufleute sowie Biotechnologisches Gymnasium

Durch den wachsenden Weltmarkt haben sich die Anforderungen an die kaufmännischen Mitarbeiter der Industrie- und Handelsunternehmen verändert. Dies erfordert eine Anpassung der Lerninhalte in der Ausbildung, um auch in Zukunft mit qualifizierten Mitarbeitern am Markt konkurrenzfähig bleiben zu können. Aus diesem Grund wird neben dem bisherigen Aufgabenfeld die Zusatzqualifikation der Ausbildung zu Industriekaufmann/frau sowie Kaufmann/frau im Groß- und Außenhandel internationale Inhalte in den Bereichen internationaler Ein- und Verkauf, Absatzförderung, Versand und Logistik, Zahlungsverkehr und Controlling enthalten.

Voraussetzung zum Erwerb dieser Zusatzqualifikation, die durch einen zusätzlichen Passus im Ausbildungsvertrag ergänzt wird, ist das Abitur oder die Fachhochschulreife. Die gesamte Ausbildungszeit beträgt dabei weiterhin zweieinhalb Jahre.

In den in der Nähe der Ausbildungsbetriebe gelegenen Kaufmännischen Schulen Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim werden die grundlegenden kaufmännischen Kompetenzen vermittelt. Der Unterricht zur internationalen Zusatzqualifikation wird einmal wöchentlich in der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim in der Zeit zwischen 13:00 Uhr bis ca. 18:30 Uhr stattfinden und beinhaltet die Bereiche internationale Betriebswirtschaftslehre, Controlling, Englisch und Spanisch bzw. Französisch in der kaufmännischen Anwendung. Im Gegenzug werden die Auszubildenden vom Besuch der allgemeinbildenden Unterrichtsfächer freigestellt.

Eine einmalige Gelegenheit, um ein anderes Land mit seiner Kultur und seinen Bewohnern im Rahmen der Ausbildung kennenzulernen, bietet sich mit dem mindestens dreiwöchigen Praktikum im Ausland, dem eine Sprachschulung vorausgeht. Hier wird der Erwerb interkultureller Kompetenzen besonders gefördert. Die Berufsschule und eine europäische Partnerhochschule organisieren dabei zusammen den Auslandsaufenthalt, der alternativ auch in einer Niederlassung des Ausbildungsbetriebs geleistet werden kann. Eine finanzielle Förderung aus Mitteln der Europäischen Union bietet dabei zusätzlichen Anreiz.

Nach zweieinhalb Jahren endet die Ausbildung in den Berufen Industriekaufmann/frau sowie Kaufmann/frau im Groß- und Außenhandel mit den Prüfungen in der Berufsschule und bei der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken. Die Zusatzkenntnisse im internationalen Kaufvertragsrecht, Marketing und Logistik, die fremdsprachlichen Kompetenzen, wie z. B. Schriftverkehr abwickeln, sich in Gesprächssituationen bewähren und in Englisch verhandlungssicher kommunizieren können, werden gesondert schriftlich und mündlich geprüft.

Neben dem erfolgreichen Abschluss in einem der genannten Ausbildungsberufe wird als Lohn der Mühe von der Berufsschule das Zeugnis als "Assistent/in für internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen" und von der Industrie- und Handelskammer das Zertifikat: "Zusatzqualifikation für internationales Wirtschafts-
management mit Fremdsprachen“
erteilt. Außerdem können anerkannte Fremdsprachen-
zertifikate erworben werden. Vor dem Hintergrund, dass qualifizierte Mitarbeiter zunehmend gesucht werden, bietet diese Zusatzqualifikation die Chance auf bessere berufliche Perspektiven. Dies ist vor allem im ländlich geprägten Raum ein entscheidender Vorteil.

Eine Anmeldung der kaufmännischen Auszubildenden mit Abitur oder Fachhochschulreife für diese Zusatzqualifikation erfolgt bei den zuständigen Berufsschulen.

Darüber hinaus wird am Beruflichen Schulzentrum Wertheim (BSZ) zum Schuljahr 2012/2013 ein Biotechnologisches Gymnasium zur Fortentwicklung des Bildungsangebotes eingerichtet.

Das große Interesse der Schülerinnen und Schüler, das durch eine Fragebogenaktion an Realschulen im Main-Tauber-Kreis und in den benachbarten bayerischen Landkreisen bestätigt wurde, der intensive Einsatz der Landkreisverwaltung, der Stadt Wertheim und des BSZ Wertheim, sowie die zunehmende Bedeutung der Biotechnologie in vielen Wirtschaftsbereichen, haben letztendlich die Einrichtung eines Biotechnologischen Gymnasiums ermöglicht.

In der Biotechnologie werden Erkenntnisse aus vielen naturwissenschaftlichen Bereichen wie der Mikrobiologie, der Biochemie, den Ingenieurwissenschaften oder der Verfahrenstechnik genutzt. Produktion, Umweltschutz und Ressourcenschonung in der Industrie, Medizinische Verfahren und Ertragssicherheit von Nutzpflanzen sind nur einige Beispiele aus dem großen Bereich der Biotechnologie.

Aus diesen Gründen wird durch die Einrichtung eines Biotechnologischen Gymnasiums der ländlich geprägte Main-Tauber-Kreis stark aufgewertet und die Attraktivität der beruflichen Bildung in der Region gesteigert. Und auch für interessierte Schüler ist dies von Vorteil. So müssen nicht länger weite Anfahrtswege zu den nächstgelegenen Biotechnologischen Gymnasien in Kauf genommen werden. Weiterhin stehen jungen Menschen, die sich für dieses Feld interessieren und eine entsprechende Ausbildung durchlaufen, die Türen beruflich weit offen.

Anmeldeformulare und Informationen:

Kaufmännische Schule Bad Mergentheim
Wachbacher Straße 42
97980 Bad Mergentheim
Telefon: 07931 4826-50
Fax:      07931 4826-52
E-Mail:   
www.ks-mergentheim.de

Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim
Dr.-Ulrich-Straße 1
97941 Tauberbischofsheim
Telefon: 09341 6006-0
Fax:      09341 6006-70
E-Mail:   
www.kstbb.de

Berufliches Schulzentrum Wertheim
Reichenberger Straße 8
97877 Wertheim
Telefon: 09342 9659-0
Fax:      09342 9659-29
E-Mail:   
www.bsz-wertheim.de

Weitere Informationen zur internationalen Zusatzqualifikation erhalten Sie bei:

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
Herr Michael Hilsmann
Telefon: 07131 9677456

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